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Überbehaarung

Jahrelang war die Auffassung verbreitet, dass starke Überbehaarung bei Frauen ausschliesslich mit einer Überproduktion von Androgenen bzw. männlichen Hormonen zu tun hat. Durch viele Studien ist jedoch nachgewiesen, dass sich die Androgenwerte bei 90 bis 95% stärker behaarten Frauen vollkommen im Normalbereich befinden.


Hirsutismus

Die "Vermännlichung" von Frauen nennt man Virilismus. Hierbei ist nicht nur die Rede von spezifischen männlichen Behaarungsmustern sondern auch vom Tieferwerden der Stimme sowie der Veränderung des Körperbaus in männliche Richtung. Beim Virilismus handelt es sich also um einen Oberbegriff, der den Hirsutismus mit einschliesst (hirsutus = borstig, struppig).

In der Medizin spricht man vom Hirsutismus, wenn die Behaarung bei einer Frau vom normalen weiblichen Muster extrem abweicht, d.h. wenn Haare z.B. auf der Oberlippe, am Kinn, zwischen den Brüsten oder / und auf den Schultern in exzessivem Ausmass wachsen. Eine isolierte stärkere Behaarung an Unterarmen oder Unterschenkeln trägt hingegen eine andere Bezeichnung.

Zu beachten ist, dass nur 5 bis 10% aller Frauen mit Überbehaarung an einer Hormonstörung leiden.

Hirsutismus wird in verschiedene Formen unterteilt: 

Beim genetischen bzw. ethnischen Hirsutismus liegt keine hormonelle Störung vor. Dazu zählen die unterschiedlichen Formen der Überbehaarung der verschiedenen Volksgruppen. So lässt sich in Mittelmeerländern beobachten, dass das Behaarungsmuster der Frauen sehr stark ausgeprägt ist. Bei Asiatinnen, Indianerinnen und Schwarzen ist eine vermehrte Gesichts- und Körperbehaarung selten

Es wird von idiopathischem Hirsutismus gesprochen, wenn die Ursache weitgehend unbekannt ist. Dies kann durch eine körperliche oder seelische Verfassung, z.B. durch Schockzustände oder Nervenerkrankung, entstehen. Ferner kann auch eine vorübergehende Störung des endokrinen Drüsensystems - wie z.B. durch eine Schwangerschaft - für die Überbehaarung verantwortlich sein.

Beim iatrogenen Hirsutismus handelt es sich um die Wirkung auf Langzeittherapien mit haarwuchsfördernden Arzneimitteln. Von allen Medikamenten ist die Antibabypille das bekannteste Beispiel mit einem solchen Nebeneffekt. Dabei treten wegen der darin enthaltenen männlichen Sexualhormonen oder den androgenwirkenden Gestagenen neben der Überbehaarung auch andere Nebenwirkungen ein wie Akne, fettige Haut und Gewichtszunahme. Andererseits kann die Antibabypille auch ein Therapiemittel sein.

Man spricht von hormonellem Hirsutismus, wenn z.B. in den Eierstöcken zuviel Androgene produziert werden, wie es beim polyzystischen Ovarialsyndrom der Fall ist. So kann sich aufgrund der vorhandenen Rezeptoren am Haarfollikel aus feinem Vellushaar dickes Terminalhaar bilden. Es gibt unterschiedliche Hormone, die entsprechend unterschiedliche androgene Wirkungen haben. 


Hypertrichose

Neben dem Begriff Hirsutismus existiert der der Hypertrichose

(hyper = über; trix, trichos = Haar). 


Zwei Dinge unterscheidet die Hypertrichose vom Hirsutismus:

1. Bei der Hypertrichose ist die Behaarung meist auf begrenzte Hautareale beschränkt. Sie kann in Haarbüscheln auftreten, aber auch in langem, wenig pigmentiertem Haar im Gesicht, wobei die übrige Körperbehaarung unauffällig ist.

2. Der Begriff Hypertrichosis wird sowohl bei Frauen als auch bei Männern benutzt.

Die Hypertrichose ist entweder erblich bedingt oder hat ihre Ursache in äusseren Reizungen (u.a. das Zupfen der Haare, lokales Auftragen von hormonhaltigen Salben). Hypertrichose kann auch auf eine Krankheit oder psychische Schockzustände wie Magersucht hinweisen. Eine endokrine Ursache, also Störung des Hormongleichgewichts, ist bei der Hypertrichose auszuschliessen.